Nase: Süss und (seltsamerweise) mit einem Hauch von Malz; kräftig und vollmundig mit einem Abgang von amerikanischer Cream Soda.
Gaumen: Eher im typischen Getreidestil mit Maisaromen, Vanille-Fudge sowie zerkleinertem (und erhitztem) Zucker.
Abgang: Man spürt die Butterscotch-Noten, die honigartigen Töne und mehr von dem erwarteten Bourbon- und Sirup-Charakter
Die Whisky Brennerei
Invergordon wurde 1959 gegründet und nahm 1961 den Betrieb auf, was sie nach schottischen Whisky-Massstäben zu einer relativ modernen Brennerei macht. Sie wurde in der gleichnamigen Stadt in den Highlands erbaut und ist insofern ungewöhnlich, als sie eine Getreidebrennerei in einer Region ist, die eher für Single Malt bekannt ist; zudem ist sie nach wie vor Schottlands nördlichste Getreidebrennerei. Der Standort wurde für die Whiskyproduktion in grossem Massstab errichtet und ging 1993 in den Besitz von Whyte & Mackay über.
Ihre Rolle in der Welt des Scotch Whisky spielte sich grösstenteils hinter den Kulissen ab. Sie lieferte Getreidewhisky für Blends, anstatt selbst eine bedeutende Präsenz im Bereich Single Grain aufzubauen. Dies ist ein Grund, warum ältere Abfüllungen von Invergordon besonders interessant sein können, wenn sie auf den Markt kommen. Die Brennerei weist zudem eine ungewöhnliche Fussnote in ihrer Geschichte auf: Von 1965 bis 1977 war die Malt-Brennerei Ben Wyvis am selben Standort in Betrieb, bevor sie abgerissen wurde, was Invergordons Stellung in der Geschichte des Highland-Whiskys um eine weitere Facette bereichert.
Abfüller
Douglas Laing wurde 1948 von Fred Douglas Laing gegründet. Das Unternehmen ist seitdem als Whiskyblender und unabhängiger Abfüller tätig. Seine Söhne Fred und Stewart führten das Geschäft über vier Jahrzehnte zusammen weiter.
Im Jahr 2013 wurde das Unternehmen geteilt: Douglas Laing & Co. blieb weiterhin bestehen, aber unter der alleinigen Führung von Fred. Unterstützt wird er von seiner Tochter Cara, die inzwischen die Marketingleitung übernommen hat. Cara war davor unter anderem bei Morrison Bowmore und Whyte & Mackay beschäftigt.
Der Bruder Stewart Laing gründete 2013 die Firma Hunter Laing & Co. Die Firma ist ebenfalls als unabhängiger Abfüller und Blender tätig. Stewart wird bei der Unternehmensführung durch seine beiden Söhne Andrew und Scott unterstützt. In ihr Sortiment übernahmen sie unter anderem die Serien Old Malt Cask und Old & Rare.

