Gold Delikatessen | Ungarische Spezialitaeten, Tokaji, Whisky, Champagner

Ungarischer Wein - Wein aus Ungarn

Ungarischer  Wein - Wein aus Ungarn

Ungarischer Wein - Wein aus Ungarn hier bei Gold-Delikatessen finden Sie ein sehr grosses Angebot ungarischer Weine.
Ungarischer Wein knüpft heute wieder an die alte Vergangenheit an. Seit Jahrhunderten wird in Ungarn Wein produziert. Sei dies ungarischer Rotwein, ungarischer Weisswein oder der weltberühmte Tokaji Wein. Seit der Oeffnung gibt es heute zahlreiche Spitzenwinzer, die sich auch international nicht verstecken müssen. So finden Sie bei uns den weltbekannten Stierenblut Wein oder der Spitzenwinzer Gera Attila. Ungarischer Wein wird Sie überraschen. Viele ungarische Winzer produzieren heute in Ungarn Weine die sich auf einem Spitzenniveau bewegen. Gold-Delikatessen hat ein grosses Sortiment von ungarischen Weinen im Angebot und wir sind sicher, dass Sie bei uns Ihren Wein finden werden.
Ungarischer Wein - Wein aus Ungarn- Tokaij Wein - ungarischer Rotwein, ungarischer Weisswein                                                               
 
Beim ungarischen Wein kommt einem sofort der weltberühmte Tokaj Wein (Wein der Könige) in den Sinn. Dies ist ein süsser Wein und wurde von den Franzosen als Sauternes nachgeahmt. Die Trauben erhalten ihre edle Süsse durch den Befall mit der Grauschimmelfäule (Botrytis) am Weinstock. Gold-Delikatessen führt eines der grössten Tokaji Sortimente in der Schweiz.
 
Doch Ungarn hat neben dem weltberühmten Tokajanbaugebiet noch weitere 21 Anbauregionen zu bieten. Diese bauen teilweise hochstehende Rot- und Weissweine an, die international geachtet werden und sich mit etablierten Winzern weltweit messen können.

Seit Jahren investieren die ungarischen Winzer massiv in Ihre Rebberge und Betriebe. Viele innovative und  erfahrene Winzer - meist Familien- oder Kleinstbetriebe - kümmern sich um die Trauben des Landes und sind bestrebt, jedes Jahr qualitativ hoch stehende Weine herzustellen, die auch international viele Auszeichnungen erhalten.

Durch die Nachfrage auf dem Weltmarkt erstaunt es nicht, dass auch in Ungarn viele traditionelle Rebsorten durch internationale Gewächse wie Merlot oder Cabernet Sauvignon verdrängt werden.
Eine alte roten Sorte ist Kadarka (Gesamtanbaufläche beträgt im ganzen Land nur noch 16 Hektaren) sowie ein weiterer Klassiker ist Kéknyel? (Blaustengler), eine alte Weissweinsorte, die heute nur noch in der vulkanischen Gegend von Badacsony am Plattensee kultiviert wird.

Ebenfalls ein weltberühmter Wein ist in Ungarn ist der Egri Bikavér (Erlauer Stierenblut) aus der nordungarischen Region Eger, ein Verschnitt aus mindestens drei Sorten, wobei Kékfrankos (Blaufränkisch) heute der Trägersorte entspricht. Dieser Wein wurde der Legende nach schon von den Verteidigern der Burg von Eger während der Zeit der türkischen Besetzung getrunken und führte dazu, dass die kleine Schar der Verteidiger eine grosse türkische Armee in die Flucht schlug, weil der Rotwein die Bärte der Ungaren gefärbt hatte und diese im Mut der Verzweiflung angriffen und dadurch sehr \"blutrünstig\" aussahen.

Nachstehend finden Sie eine Karte von Ungarn mit den verschiedenen Weinbaugebieten:

Nachstehend finden Sie eine Karte von Ungarn mit den verschiedenen Weinbaugebieten

Weinbaugebiet Tokaji - Hegyalja

Eines Spätsommers des 17. Jahrhunderts blieben in Tokaji die Trauben länger hängen als üblich. Die mächtigen Osmanen standen kurz vor dem Angriff auf Ungarn, alle Kräfte wurden mobilisiert und jedermann war mit den Kriegsvorbereitungen beschäftigt. Während dem langen und sonnigen Herbst mit viel Morgennebel, setzte die Edelfäule Botrytis cinerea ein und entzog den Beeren Wasser und konzentrierte Zucker und Aromen im Innern. Noch wussten die Leute nicht, dass soeben die Weinspezialität Tokaji Aszú geboren war, deren goldgelbe, edelsüsse Weine weltweite Bekanntheit erlangen sollten. Die Leute dachten, dass der Wein nun nicht mehr zu geniessen sei. Trotzdem lasen Sie die Beeren und machten aus dem \"Abfall\" ein Wein. Der Wein für die Könige - ein Wein  mit Weltruhm - Tokaji. So lehrt es uns die Legende.

Die Weinregion von Tokaji im Nordosten des Landes bildet mit seinen circa 6\'000 Hektaren die zweitgrösste Weinregion Ungarns, aber zweifelsohne die berühmteste, die mit ihren edlen Süssweinen internationale Bekanntheit erlangt und es bis in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe geschafft hat. Bereits der französische König Ludwig XIV. erkannte die Qualität des Tokaj Aszú und gab ihm die ehrenvolle Bezeichnung \"König der Weine und Wein der Könige\". Unser Royal Tokaji wird heute noch in Königshäusern getrunken.

Mediterranes Klima, vulkanische Böden und Feuchtigkeit durch die beiden Flüsse Theiss und Bodrog tragen dazu bei, dass sich die Edelfäule an den Trauben bildet und jedes Jahr Spitzen-Süssweine hervorbringt, die sich mit keinen anderen auf der Welt vergleichen lassen. Die Beeren werden von Hand ausselektiert, der kostbare Saft ausgepresst und anschliessend mit Jungwein von den gleichen Reben vermischt. Je nach Menge der zugegebenen Trockenbeerenmaische spricht man von 3, 4, 5 oder 6 Puttonyos (Butten) Weinen, die sich in erster Linie im zunehmenden Zuckergehalt voneinander unterscheiden.

Nach der Kelterung werden die Weine in Eichenfässern mehrere Jahre gelagert. In den meist kilometerlangen Kellereien herrschen eine ideale Luftfeuchtigkeit und eine gleich bleibende Temperatur von 10 bis 12 Grad Celsius. Die Wände sind übersät mit einem Schimmelpilz, der sich vom verdunsteten Alkohol der Weine in den Fässern ernährt und ein Mikroklima entstehen lässt, dass für die weitere Prägung der wertvollen Ausbruchweine verantwortlich sind.

Um die Weintradition aufrecht zu erhalten, herrscht ein strenges Reglement, an das sich alle Produzenten halten müssen. So dürfen als Trauben nur die Sorten Furmint, Hárslevel? (Lindenblättriger) und Sárgamuskotály (Gelber Muskateller) für die wertvollen Tokajer Weine verwendet werden.

Weinbaugebiet Szekszárd

Das Weinbaugebiet Szekszárd im Süden Ungarns verfügt über rund 2\'000 Hektaren Anbaufläche und ist klimatisch eng verbunden mit seiner Nachbarregion Villány, das nur 50 Kilometer südwärts liegt. Somit herrscht ein submediterranes Klima und der Boden besteht hauptsächlich aus Lösslehm, an einigen Stellen mit Sand vermischt.

Die Hauptanbausorte bildete für lange Zeit der Kadarka, bis dessen Vorherrschaft während den letzten 50 Jahren durch Rebsorten abgelöst werden, die sicherere Erträge garantieren, da Kadarkatrauben sehr spät reifen, grosse Anforderungen an Boden und Kultivierung stellen und auch aufwendig in der Vinifikation sind. Einige Winzer kämpfen um den Erhalt der alten Traubensorte und bestätigen damit, dass sich gute Weine daraus machen lassen. Unter diesen ist auch die Kellerei Takler.

Die am meisten verbreitete Traubensorte der Region heute ist Kékfrankos (Blaufränkisch), aus welcher sich nicht nur gute sortenreine Weine keltern lassen, sondern die sich auch sehr gut für den Verschnitt mit anderen Trauben eignet. Weitere verbreitete Traubensorten der Region sind Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Zweigelt, Kékoportó (Blauer Portugieser), Olaszrizling (Welschriesling), Chardonnay & Sauvignon Blanc.

Szekszárd ist neben dem nördlichen Eger die einzige Weinregion Ungarns, die ihre bestimmten Anforderungen entsprechenden Rotweinverschnitte mit der geschützten Bezeichnung Bikavér (Stierenblut) auszeichnen darf.

Weinbaugebiet Eger

Eger (deutsch Erlau) liegt am Fusse des Bükk-Gebirges und ist Ungarns nördlichstes Weinanbaugebiet und damit auch das klimatisch kühlste aber auch trockenste. Der Boden der sich auf mehr als 5\'000 Hektar erstreckenden Rebberge besteht hauptsächlich aus vulkanischem Tuffgestein.

Am meisten angebaut werden die Weinsorten: Kékfrankos (Blaufränkisch), Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Blauburgunder, Leányka (Mädchentraube), Hárslevel? (Lindenblättriger), Olaszrizling (Welschriesling), Szürkebarát (Pinot Gris), Zenit & Muskat-Ottonel.

Der berühmteste Wein der Region - wahrscheinlich der berühmteste Rotwein von ganz Ungarn - ist der Egri Bikavér (Erlauer Stierenblut), ein Cuvée aus dem Verschnitt von mindestens drei trockenen Weinsorten. Während die Hauptkomponente früher der Kadarka bildete, wird diese heute meist durch Kékfrankos (Blaufränkisch) abgelöst. Nach der Vinifikation wird der tiefrote Wein mindestens zwei Jahre im Eichenfass ausgebaut. Der Name des Weins entstammt einer Legende aus der Zeit der Türkenherrschaft. Demnach wurden die Weinfässer in den unterhalb der Stadt liegenden Kellereien geöffnet und den kurz vor der Erschöpfung stehenden Verteidigern, der Burg von Eger, zum Trank angeboten. Der göttliche Saft gab den mutigen Kämpfern Moral und Kampfeswille zurück, um die angreifenden Osmanen zurückzuschlagen. Wie sich später herausstellte, glaubten diese beim Anblick, der vom Wein rotgefärbten Bärte der ungarischen Kämpfer, dass diese das Blut von Stieren getrunken hatten.

Weinbaugebiet Villány - Siklós

Villány-Siklós mit seinen rund 2\'000 Hektaren Anbaufläche ist die am südlichsten gelegene und am meisten sonnenverwöhnte Weinregion des Landes, die sich in die langgezogene Hügellandschaft des Villányer Gebirges einbettet. Submediterranes Klima sorgt für heisse, trockene Sommer während die Winter sehr kalt und niederschlagsreich sein können. Villány-Siklós darf als das erfolgreichste ungarische Weinanbaugebiet bezeichnet werden, das sehr bekannte Winzernamen hervorgebracht hat, die auch im Ausland Berühmtheit erlangt haben. Viele davon haben deutschsprachige Wurzeln. Ihre Vorfahren gelangten während mehreren Einwanderungswellen, die grösste von allen zwischen 1700 und 1750 nach der türkischen Belagerung Ungarns, ins Land und brachten wirtschaftlichen Aufschwung, sowie neues Wissen für den Weinanbau in die teils menschenverlassenen Gebiete.

Auch die bekannteste Rebsorte Villány\'s, die blaue Portugiesertraube (Kékoportó), ist ein Verdienst der deutschen Siedler. Heute wird die Traube, die entgegen ihrem Namen in Portugal gänzlich unbekannt ist, aber immer mehr und zu Recht vom Blaufränkisch (Kékfrankos) abgelöst, der ebenfalls als einheimische Traubensorte bezeichnet werden darf und kräftigere Weine als der blaue Portugieser hervorbringt. Seit langem und immer häufiger werden auch bekannte Edelsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Syrah angebaut, die auf den Terroirs von Villány ihr ganzes Potential ausschöpfen können. Es ist kein Zufall, dass Traubensorten, die für die französische Spitzenregion Bordeaux berühmt sind, in Villány ebenso gute Bedingungen vorfinden, liegen doch die beiden Regionen auf dem gleichen Breitengrad. Leider ist auch die alteingesessene Sorte Kadarka fast vollständig von den moderneren Weinsorten verdängt worden, welche früher reifen und weniger anfällig sind und dadurch sicherere Erträge einbringen.

Während in den Rebbergen um den namensgebenden Ort Villány die Rotweinsorten eindeutig dominieren und die Region auch an ihnen gemessen wird, werden im westlichen Teil der Region um Siklós auch grossflächig weisse Traubensorten wie Welschriesling, Lindenblättriger, Gewürztraminer und Chardonnay angebaut. Aufgrund des heissen und trockenen Klimas eignen sich aber nur bestimmte Rebsorten für den Anbau in Villány-Siklós.

Die Weinberge von Villány-Siklós liegen vorwiegend in den Südhängen und Tälern, die dort vor den von Norden kommenden kälteren Luftströmen gut geschützt sind und so auch spätreifenden Traubensorten wie Cabernet Sauvignon gute Bedingungen bieten. Der Boden besteht hauptsächlich aus Kalkstein und Mergel, überzogen mit einer Schicht aus rotem Tonstein, Löss und Lehm. Die historische Bedeutung des Weinbaus in der Region lässt sich anhand archäologischer Ausgrabungen erkennen. Diese zeigen, dass bereits die alten Römer in Villány Weinbau betrieben.

Weinbaugebiet Badacsony  

Die Weinregion von Badacsony am westlichen Nordufer des Plattensees - mit seinen lediglich 1\'600 Hektaren eine der kleinsten des Landes - umgibt den vulkanischen Tafelberg mit dem gleichen Namen. Sie beheimatet ausschliesslich weisse Traubensorten, wobei der Olaszrizling (Welschriesling) der berühmteste Vertreter ist und auch die grösste Anbaufläche einnimmt. Weiter wird Szürkebarát (Grauburgunder) kultiviert und wenige Winzer bewirtschaften noch die alte ungarische Rebsorte Kékynel? (Blaustengler), die an keinem anderen Ort des Landes kultiviert wird.

Das Klima am Plattensee ist gemässigt und auch die grosse Oberfläche des Sees - der grösste in Mitteleuropa - hat einen ausserordentlich positiven Effekt auf Klima und Weinbau.

Weinbaugebiet Balatonfüred-Csopak

Namensgeber der Weinregion Balatonfüred-Csopak sind die beiden Hauptorte Balatonfüred und Csopak, bei Touristen neben Wein- auch als Badeorte berühmt und beliebt. Die mit etwa 2\'100 Hektaren Reben bestockte Region liegt am nördlichen Ufer des Plattensees, unweit seiner westlich gelegenen Nachbarsregion Badacsony und teilt sich auch die klimatischen Eigenschaften mit dieser. Der Boden besteht hauptsächlich aus Schiefer, Sand und Kalkstein.

Ein mildes, sonniges Klima und die positive Wirkung der Seeoberfläche als Sonnenreflektor lassen fruchtige Weissweine entstehen, von denen der Olaszrizling (Welschriesling) nach wie vor der berühmteste Vertreter ist. Daneben setzen auch viele Winzer auf die ungarische Sorte Hárslevel? (Lindenblättriger) oder auf berühmte Trauben wie Chardonnay, Silvaner, Sauvignon Blanc, Grüner Veltliner, Traminer & Muskat-Ottonel.

Weinbaugebiet Sopron 

Die Stadt Sopron und das nach ihr benannte Weingebiet von knapp 2\'000 Hektaren Fläche liegen im Nordwesten von Ungarn, an der Grenze zum Nachbarland Österreich. Die westlichste Weinanbauregion des Landes ist eng verbunden mit der Sorte Blaufränkisch, die dort schon seit Jahrhunderten angebaut wird. Der grösste Teil der Anbaufläche liegt an den Hügeln am südlichen Zipfel des Neusiedlersees, kleinere Gebiete erstrecken sich bis zu 50 Kilometer südwärts. Dank der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt im Schilfgürtel um den Neusiedlersee wurde die Region in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Die Gegend ist hügelig, den Grund dafür entdeckt man beim Blick auf die Landkarte: es handelt sich dabei um die letzten Ausläufer der Alpen.

Dass die heute rund 55\'000 Einwohner zählende Stadt Sopron geschichtlich eng mit dem angrenzenden Burgenland verbunden ist, zeigt, dass sie offiziell zweisprachig ist. Nach dem ersten Weltkrieg war Sopron eigentlich als burgenländische Hauptstadt vorgesehen. In einer im Dezember 1921 durchgeführten Volksabstimmung entschied sich die Bevölkerung aber mit einer Mehrheit von über 65 % für den Anschluss an Ungarn, worauf die Stadt vom ungarischen Staat den Titel \'die treueste Stadt\' erhielt.

Schon viele Jahre zuvor hatte Sopron eine grosse Bedeutung. An der Stelle der heutigen Stadt gründeten die Römer die Siedlung Scarabantia, einen wichtigen Handelsplatz an der von Norden nach Süden verlaufenden Bernsteinstrasse. Weine aus Sopron, zu deutsch Ödenburg, waren schon im Mittelalter europaweit berühmt. Während dazumal vor allem weisse Sorten angebaut wurden, ist die Region heute berühmt für ihre roten Kékfrankos-Weine (Blaufränkisch). Diese Traube treibt früh aus und bevorzugt mildes Klima und windgeschützte Standorte. Damit findet sie in Sopron optimale Anbaubedingungen. Aus der Blaufränkisch-Traube lassen sich charaktervolle, sortenreine Weine keltern, die sich aber auch für den Verschnitt mit anderen Traubensorten bestens eignen.

Die Entstehung des Namens Blaufränkisch geht einer Sage nach auf die Ungarn-Feldzüge der napoleonischen Truppen zurück. Angeblich entlöhnte Napoleon seine Truppen mit \'roten\' Francs, obwohl die offizielle französische Währung die viel wertvolleren \'blauen\' Francs waren. Als die ungarischen Winzer bemerkten, wie sehr die französischen Soldaten ihren Wein mochten und gegenüber anderen Rebsorten bevorzugten, verkauften sie diesen alsbald nur noch gegen \'blaue\' Francs, welche dem Wein den heutigen Namen schenkten.

Klimatisch ist Sopron die kühlste Weinregion des Landes. Nach einem eher regenreichen Sommer folgt meist ein sonniger Herbst, wobei das Klima vom nahen Neusiedlersee positiv beeinflusst wird. Der Boden aus Ton, Kalkstein und Sandstein mit einer darüberliegenden Schicht aus Löss, Lehm und Braunerde hat einen hohen Kalkgehalt, was aromatische und säurebetonte Rotweine begünstigt.

Nebst dem Flaggschiff Blaufränkisch werden in der Region viele weitere Sorten angebaut. Die verbreitetesten Vertreter sind Zweigelt, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Pinot Noir. Bei den weissen Sorten dominieren Chardonnay, Leányka (Mädchentraube), Traminer, Sauvignon Blanc und Grüner Veltliner. Das Klima in der Region eignet sich weiter zur Erzeugung von Süssweinen aus Spätlese, die auch im angrenzenden österreichischen Burgenland berühmt sind.

Weinbaugebiet Pannonhalma-Sokoróalja

Pannonhalma-Sokoróalja im Nordwesten Ungarns gehört mit rund 750 Hektaren Anbaufläche, auf 13 Siedlungen verteilt, zu den kleinsten Regionen des Landes, was aber nicht auf ihre Bekanntheit und Bedeutung zutrifft. Die Hügellandschaft von Pannonhalma, in die das Weingebiet eingebettet ist, sorgt für ein eher kühleres, ausgeglichenes Klima und eine gute Versorgung mit Niederschlag. Der Weinanbau wird zumeist auf Lössböden mit hohem Kalkgehalt betrieben.

Pannonhalma ist eine typische Weissweinregion, eignet sich aber auch sehr für die Kelterung von charaktervollen Rotweinen, wie das Beispiel der Erzabtei verdeutlicht. Die in der Region am meisten verbreitete weisse Rebsorte ist der Welschriesling. Daneben herrschen Rheinriesling, Grauburgunder, Gewürztraminer, Muskat-Ottonel, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Mädchentraube vor.

Die Erzabtei von Pannonhalma, hoch oben auf dem Hügel thronend und von weitem erkennbar ist zweifelsohne der berühmteste Weinproduzent der Region Pannonhalma. Das Gründungsjahr der Abtei sowie der dazugehörigen Kellerei wird mit 996 Anno Domini angegeben, was von einigen Quellen als ältestes Weingut der Welt bezeichnet wird. Die Benediktiner führten die von den Römern begründete Reb- und Weinkultur erfolgreich fort und machten sich mit ihren Qualitätsweinen auch über die Landesgrenzen hinweg einen guten Namen. Das Schicksalsjahr 1945 brachte die Wende, als die Kellerei verstaatlicht wurde und fortan nur noch Massenware den Betrieb verliessen.

Die Mönche gaben während den langen Jahren des Kommunismus den Traum der Fortführung ihrer Weinkultur aber nicht auf. Im Jahr 2000 begannen sie mit der Planung eines neuen Kellers und Weinhauses, mit finanzieller Unterstützung der Erzabtei und der ungarischen Aussenhandelsbank. Zugleich stand beim Wiederaufbau der Winzertechnologie mit Tibor Gál, einem der renommiertesten Winzer des Landes, ein fachkundiger Berater zur Seite. Seit Herbst 2003 werden auf den Anbauflächen der Erzabtei die zwei Jahre zuvor neu gepflanzten Rebstöcke (zwei Drittel davon weisse Rebsorten) gelesen und zu Wein verarbeitet. Den Vergleich mit den Weinen vor 1945 können wir leider nicht anstellen, wir sind aber überzeugt dass die Weine zu den Besten in Ungarn gehören und wir von der innovativen Klosterkellerei noch viel hören werden.

Weinbaugebiet Etyek-Buda 

Vor den Toren der Hauptstadt, nicht mehr als 30 Kilometer westlich von Budapest und in der gleichen Distanz nordöstlich des Velencer Sees, liegt die Weinanbauregion Etyek-Buda in die Hügel der Budaer Berge eingebettet. Auf rund 2\'000 Hektaren werden fast ausschliesslich weisse Rebsorten angebaut, die auf den kreidehaltigen Böden schöne Säuren entwickeln können. Das Klima ist geprägt von reichlich Sonnenschein und wenig Niederschlag. Die Region wurde schon im Mittelalter als Weinbaugebiet geschätzt, und profitierte im 17. Jahrhundert neben anderen Regionen von deutschen Siedlern (Donauschwaben), die neue Weinbautechniken mitbrachten.

Neben international bekannten Rebsorten wie Chardonnay, Welschriesling, Rheinriesling und Sauvignon Blanc wird in der Region auch Irsai Olivér angebaut. Diese sehr früh reifende weisse Rebsorte ist eine Kreuzung zwischen Pozsonyi Fehér (Weisser Pressburger) und Csaba Gyöngye (Perle von Csaba), die der ungarische Rebzüchter Pál Kocsis im Jahr 1930 durchgeführt hat. Aus der Traube lassen sich fruchtbetonte Weissweine mit ausgeprägtem Muskat-Aroma keltern.

In Etyek-Buda sind auch einige der ungarischen Sekthersteller zu Hause, da ein Grossteil der Grundweine für die Sektherstellung in der Region gewonnen wird.

Weinbaugebiet Somló

Überwältigt ist man, wenn man dem Somlóer Berg zum ersten Mal begegnet, wie er sich inmitten des weitläufigen Flachlandes wie ein Vulkan (das war er auch einmal vor Jahrtausenden, bevor er erloschen ist) auf über 400 Meter erhebt. Und noch erstaunlicher, dass an den Steillagen des Bergs im Nordwesten von Ungarn - ein paar Kilometer nördlich des Plattensees - im Terrassenbau hervorragender Wein angebaut wird, der gerade weil er so speziell ist, eine eigene Weinanbauregion bildet - mit weniger als zehn Quadratkilometern Rebfläche die kleinste des Landes. Viele Hobbywinzer besitzen hier einige Quadratmeter Rebfläche, grössere Betriebe wie Kreinbacher und Tornai lassen sich an einer Hand abzählen. Das Klima am Somló ist gemässigt, der lange und milde Herbst sorgt dafür, dass die Trauben optimal ausreifen können. Der Somló ist auch ein beliebter Ausflugsberg, schöne Wanderwege führen über den Bergrücken und am westlichen Ende stehen die Ruinen einer alten Burg.

Auf dem vulkanischen Basaltboden werden ausschliesslich weisse Sorten, von denen die bekannteren Furmint, Welschriesling, Gewürztraminer und Chardonnay sind, angebaut. Der wahre Schatz der Region ist aber die am Somló beheimatete, autochthone Rebsorte Juhfark (zu deutsch Lämmerschwanz), die es langsam schafft, auch das Interesse der internationalen Weinwelt auf sich zu ziehen. Die Traube ergibt im richtigen Umgang charaktervolle Weissweine mit grossem Lagerpotential, die die in gereifter Form mit ihrer Petrolnote einem Riesling ähnlich kommen. Wir empfehlen die Schomlauer Weine nicht nur zur Hochzeitsnacht, die dann getrunken gemäss einer alten Sage männlichen Nachwuchs bescheren, sondern jederzeit zu geeignetem Anlass
 

Es stehen keine Artikel entsprechend der Auswahl bereit.