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Paprika aus Ungarn

Den Reisen von Christoph Kolumbus ab 1492 haben wir es zu verdanken, dass die Paprikapflanze (Capsicum) den Weg nach Europa fand, während sie in Mittel- und Südamerika schon um 7000 v. Chr. als Nutzpflanze diente. Lange Zeit wussten die spanischen Eroberer die Vorzüge des Nachtschattengewächses nicht zu schätzen und so diente die Pflanze wie viele andere jenseits des Atlantiks entdeckte Gewächse nur der Zierde. Bald gelangte der rote Pfeffer in Spaniens Nachbarländer und wurde in den fürstlichen botanischen Gärten wegen ihrer feuerroten Farbe hoch geschätzt.

Nach Ungarn gelang die Pflanze Jahre später während der osmanischen Besatzung, denn die Türken begeisterten sich für das neue Gewürz. Die Türken gingen wieder, aber der Paprika blieb im Land, wurde von den Ungaren kultiviert und prägte immer mehr deren Gerichte und wurde so zum Nationalgewürz. Die Ungaren waren auch die ersten, die das Gewürz Paprika nannten, welches nun auf der ganzen Welt als Bezeichnung dient.

Nicht nur wegen des wundervollen Aromas wird Paprika von den Ungaren heissgeliebt, die Früchte der Paprikapflanze enthalten auch viel Vitamin C. Dem ungarischen Biochemiker Albert Szent-Györgyi gelang es erstmals, Vitamin C aus Extrakten der Paprikapflanze zu isolieren und erhielt für seine Entdeckungen sogar den Nobelpreis.

In Ungarn gibt es zwei wichtige Anbauregionen für Paprika: Szeged ganz im Süden und das etwas weiter nördlich gelegene Kalocsa. Jedes Jahr im Spätsommer werden die wertvollen Früchte geerntet und ein grosser Teil davon fünf bis sechs Wochen getrocknet und anschliessend gemahlen. Das Ergebnis davon wird als Gewürzpaprika in die ganze Welt exportiert. Früher war für den Schärfegrad des Pulvers nicht etwa die Paprikasorte massgebend, sondern der Anteil mitgemahlener Samen und Scheidewände, in denen das für die Schärfe verantwortliche Capsaicin vorkommt. Heute werden auch gezüchtete Sorten angebaut, die weniger oder gar kein Capsaicin beinhalten.

Damit Gewürzpaprika sein feuriges Rot und den intensiven Geschmack bewahrt, ist wichtig eine richtige Lagerung vorzunehmen.